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DVB-T – Was steckt dahinter?

Seit Ende 2008 ist DVB-T flächendeckend in Deutschland verfügbar. Allgemein ist zu sagen, dass hier noch Besserungsbedarf besteht. DVB-T steht als Abkürzung für den englischen Begriff Digital Video Broadcasting Terrestrial. Ins Deutsche übersetzte heißt dies Digitaler terrestrischer Video-Rundfunk. Bezeichnet wird hiermit eine terrestrische (also eine erdgebundene) Verbreitung digitaler Radio-, Fernseh- und Datensignale. DVB-T ist dabei eine Variante des Digital Video Broadcasting (DVB). Dieser Standard wird in verschiedenen europäischen, aber auch im asiatischen und afrikanischen Raum sowie in Australien für die Übertragung von digitalem Fernsehen und Hörfunk via Antenne verwendet. In Großbritannien kennt man diesen Standard als Digital Terrestrial Television (DTT), in Spanien verwendet man den Begriff TDT, also Televisión Digital Terrestre und in Frankreich Télévision Numérique Terrestre (TNT) für diesen Standard. Für DVB-T werden allerdings die von UHF und VHF-Kanälen her bereits bekannten Übertragungsfrequenzen genutzt. Dieser umfasst in Europa im VHF-Bereich 7 MHz und im UHF-Bereich 8 MHz. Die Datenrate, die pro Kanal erreicht werden kann liegt in der Praxis - je nach eingestellten Parametern natürlich - zwischen ca. 12 Mbit/s und 20 Mbit/s. DVB-T bietet gegenüber dem analogen PAL-System eine Reihe von Vorteilen. En großes Plus ist natürlich die Programmvielfalt, die mittels dieses Standards erreicht werden kann. Möglich ist dies durch die digitalen Modulationsverfahren. Durch DVB-T können in Deutschland je nach Region 8 bis 32 verschiedene Fernsehprogramme empfangen werden. In Ballungsräumen sind künftig ca. 25 bis 30 frei empfangbare Programme realistisch. Der Vorteil: Hierfür müssen keine Kabelgebühren bezahlt werden. Und auch der Kauf und die Montage einer Satellitenanlage entfallen. In einigen Regionen werden ausschließlich die öffentlich-rechtliche Sender über DVB-T übertragen. Die privaten Sender verzichten aus Kostengründen auf eine Verbreitung ihres Programms via DVB-T. Die Sendeleistung von DVB-T hängt stark von der Modulation (QPSK, 16-QAM oder 64-QAM) ab, aber auch von der eingesetzten Fehlerkorrektur, aber letztlich auch was als störungsfrei hinsichtlich des Analogempfanges als Referenz eingestuft werden kann. (üblich sind hier Werte zwischen 40 dB und 52 dB SNR). Die Empfangsqualität hängt ebenfalls von mehreren Faktoren ab, wie der Senderdichte und der Sendeentfernungen von den SFN-Sendern. Bei einem ausreichend starkem Signal genügt für den Empfang von DVB-T eine einfache Zimmerantenne.

 
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